Zum Inhalt

IP-Konfiguration

Navigation: Konfiguration > IP-Konfiguration

Die Seite IP-Konfiguration ist die zentrale Stelle zur Definition der Netzwerkkommunikation des Geräts über seine verschiedenen Schnittstellen. Sie steuert den Betriebsmodus des Geräts — entweder als Transparent-Bridge oder als IP-Router — und ermöglicht die Konfiguration von IP-Adressen, Subnetzmasken, Gateways und NAT-Einstellungen für die WAN-, LAN-, WWAN- (Mobilfunk) und Docker-Schnittstellen. Die Einstellungen auf dieser Seite bestimmen die grundlegende Netzwerktopologie und wirken sich direkt auf das Verhalten der Seiten Paketfilter, Weiterleitung und IP-Routing aus. Änderungen werden nach Klick auf Anwenden sofort wirksam, müssen aber über die Seite Speichern dauerhaft gesichert werden, um einen Neustart zu überdauern. Bei einer Fehlkonfiguration mit Verbindungsverlust stellt ein Aus- und Einschalten den zuletzt gespeicherten Zustand wieder her.

IP-Konfiguration

Voraussetzungen

  • Legen Sie fest, ob das Gerät im Transparent-Bridge-Modus oder im IP-Router-Modus betrieben werden soll. Ein Wechsel des Betriebsmodus verändert die Netzwerktopologie grundlegend.
  • Bei Nutzung von WWAN muss eine SIM-Karte eingelegt sein und PIN, APN sowie die Zugangsdaten des Providers bereitstehen.
  • Bei Fernzugriff auf das Gerät ist mit einem vorübergehenden Verbindungsverlust bei Änderung der IP-Adressen zu rechnen.

Einstellungen

Allgemein

Betriebsmodus

Wählt den grundlegenden Netzwerkmodus des Geräts.

Transparent-Bridge: Das Gerät verhält sich wie eine Layer-2-Bridge und agiert im Hintergrund. WAN und LAN teilen sich dasselbe IP-Subnetz.

IP-Router: Das Gerät teilt die Netze zwischen der WAN- und LAN-Schnittstelle in zwei separate Netzwerke auf. Dieser Modus ist Voraussetzung für Paketfilterung, Portweiterleitung und NAT.

WAN-Schnittstelle

IP-Zuweisung

Legt fest, wie die WAN-Schnittstelle ihre IP-Adresse erhält.

static: Eine feste IP-Adresse wird manuell konfiguriert. Bei Auswahl dieser Option erscheinen zusätzliche Felder für IP-Adresse und Subnetzmaske.

DHCP: Weist dem Gerät automatisch eine IP-Adresse aus dem Netzwerk zu und vereinfacht die Konfiguration.

DHCP + fallback: Weist automatisch eine IP-Adresse über DHCP zu. Falls kein DHCP-Server antwortet, wird eine feste Fallback-IP-Adresse verwendet.

PPPoE/DHCP: Die IP-Adresse wird vom Provider dynamisch zugewiesen (typisch für DSL-Verbindungen).

DNS via DHCP
Bei Aktivierung werden die DNS-Einstellungen automatisch vom DHCP-Server bezogen. Verfügbar wenn die IP-Zuweisung auf DHCP oder DHCP + fallback gesetzt ist.
Gateway via DHCP
Bei Aktivierung wird der Standard-Gateway automatisch vom DHCP-Server bezogen. Verfügbar wenn die IP-Zuweisung auf DHCP oder DHCP + fallback gesetzt ist.
NAT (Masquerading)
Aktivierung von Network Address Translation (NAT) auf dieser Schnittstelle. Die Quell-IP-Adresse von ausgehendem Verkehr wird auf die IP-Adresse dieser Schnittstelle maskiert. Dies wird dringend bei DSL-Verbindungen empfohlen.

LAN-Schnittstelle

IP-Zuweisung

Legt fest, wie die LAN-Schnittstelle ihre IP-Adresse erhält.

static: Eine feste IP-Adresse wird manuell konfiguriert. Bei Auswahl dieser Option erscheinen zusätzliche Felder für IP-Adresse und Subnetzmaske.

DHCP: Weist dem Gerät automatisch eine IP-Adresse aus dem Netzwerk zu und vereinfacht die Konfiguration.

DHCP + fallback: Weist automatisch eine IP-Adresse über DHCP zu. Falls kein DHCP-Server antwortet, wird eine feste Fallback-IP-Adresse verwendet.

NAT (Masquerading)
Aktivierung von NAT auf der LAN-Schnittstelle. In der Regel nicht erforderlich, es sei denn, die LAN-Seite ist mit einem übergeordneten Netzwerk verbunden, das eine Adressübersetzung erfordert.

WWAN-Schnittstelle (Mobilfunk)

Hinweis

Die in diesem Abschnitt beschriebenen WWAN-Einstellungen (Mobilfunk) sind nur bei Geräten mit optionalem WWAN-Modem verfügbar. Diese Einstellungen werden auf Geräten ohne Mobilfunk-Hardware nicht angezeigt.

Verbindungsmodus

Steuert, ob und wie die Mobilfunkverbindung aufgebaut wird.

Deaktiviert: Das WWAN-Modem wird nicht verwendet.

Manuell: Der Verbindungsaufbau kann über die WWAN-Diagnoseseite manuell ausgelöst werden.

Permanent: Der Verbindungsaufbau erfolgt unmittelbar bei Systemstart.

Fallback: Die WWAN-Verbindung wird nur aufgebaut, wenn die Überwachung auf der angegebenen Schnittstelle fehlschlägt. Nach einem Ausfall von mindestens 30 Sekunden wird die WWAN-Verbindung gestartet. Paketfilterregeln und Weiterleitungen, die für IPsec über die Originalschnittstelle definiert wurden, gelten auch für IPsec über die Fallback-Verbindung.

PIN
Die persönliche Identifikationsnummer der eingelegten SIM-Karte.
Provider APN
Name des Zugangspunktes für paketbasierte Dienste des Mobilfunkanbieters.
Benutzername
Benutzername zur Authentisierung beim angegebenen APN (falls vom Provider gefordert).
Passwort
Passwort zur Authentisierung beim angegebenen APN (falls vom Provider gefordert).
MTU
Legt die maximale Paketgröße (MTU) für die Mobilfunkverbindung fest. Einstellbar von 1300 bis 1500 Byte, Standard ist 1500. Eine kleinere MTU kann sinnvoll sein, wenn hinter einem (Private) APN ein Tunnel/VPN genutzt wird und der zugrunde liegende Link daher eine geringere MTU hat — so lassen sich Fragmentierung und Verbindungsprobleme vermeiden.
DNS via WWAN
Bei Aktivierung werden die DNS-Einstellungen automatisch vom Mobilfunkanbieter bezogen.
NAT (Masquerading)
Aktivierung von NAT auf der WWAN-Schnittstelle. NAT ist für das Mobilfunkmodem immer aktiviert.
Gateway via WWAN
Sobald eine Mobilfunkverbindung aktiv ist, wird der Standard-Gateway auf diese Schnittstelle gelegt. Ein zuvor aktiver Standard-Gateway wird überschrieben und bei Verbindungsabbau wieder aktiviert.
Bevorzugter Netzwerkmodus
Auswahl der bevorzugten Mobilfunktechnologie. Bei Einstellung Auto wählt das Modem automatisch die verfügbare Technologie.
Nur Heimnetz (kein Roaming)
Bei Aktivierung verbindet sich das Modem nur mit dem Heimnetz und nutzt kein Roaming bei anderen Anbietern.
Mobile Country Code (MCC)
Der MCC besteht aus drei Ziffern (z. B. 262 für Deutschland). 000 steht für automatische Auswahl.
Mobile Network Code (MNC)
Der MNC besteht aus zwei Ziffern und identifiziert den Provider zusammen mit dem MCC. 00 steht für automatische Auswahl.
Manuelle Bandauswahl
Bei Aktivierung kann das Mobilfunk-Frequenzband manuell ausgewählt werden, anstatt die automatische Bandauswahl des Modems zu verwenden.
Verbindungsüberwachung
Alle 20 Sekunden werden der angegebenen Ziel-IP-Adresse zwei ICMP-Pakete gesendet. Werden diese nicht beantwortet, wird das Mobilfunkmodem neugestartet. Dies ist bei einzelnen Mobilfunkanbietern für eine stabile Verbindung erforderlich.
Fallback für Schnittstelle
Gibt an, für welche Schnittstelle die WWAN-Verbindung als Fallback dient. Nur sichtbar wenn der Verbindungsmodus auf Fallback gesetzt ist. Die Überwachungsadresse muss über diese Schnittstelle erreichbar sein.
Fallback für Host
Diese Adresse wird zur Ausfallerkennung überwacht. Es können sowohl Hostnamen als auch IP-Adressen eingegeben werden. Durch Anhängen von :<TCP-Port> erfolgt die Überwachung per TCP statt ICMP. Das Intervall beträgt 3 Pakete alle 10 Sekunden. Wird ein Hostname eingetragen, muss dieser per DNS über WWAN auflösbar sein.

Docker-Schnittstelle

IP-Adresse
Die IP-Adresse der Docker-Bridge-Schnittstelle. Container in diesem Netzwerk kommunizieren über diese Adresse mit dem Host und externen Netzwerken.
Subnetzmaske
Die Subnetzmaske für das Docker-Bridge-Netzwerk.
NAT (Masquerading)
Aktivierung von NAT auf der Docker-Bridge-Schnittstelle. Die Quelladresse von ausgehendem Container-Verkehr wird auf die IP-Adresse dieser Schnittstelle maskiert.

Standard-Gateway

IP-Adresse
Die IP-Adresse des Standard-Gateways, wenn kein Gateway dynamisch bezogen wird (z. B. über DHCP oder WWAN). Leer lassen, wenn der Gateway automatisch bezogen wird.

ACHTUNG

Nach drei falschen PIN-Eingaben wird die SIM-Karte automatisch gesperrt. Es ist dann die Eingabe der PUK (Personal Unblocking Key) notwendig, um eine neue PIN zu setzen. Überprüfen Sie die PIN vor dem Übernehmen der Konfiguration.

Sicherheit

Aktivieren Sie NAT auf allen Schnittstellen, die mit nicht vertrauenswürdigen Netzwerken verbunden sind, um die Offenlegung interner IP-Adressen zu verhindern. Bei Nutzung des WWAN-Fallback-Modus gelten Paketfilterregeln und Portweiterleitung der Primärschnittstelle auch für den Mobilfunk-Fallback — prüfen Sie Ihren Regelsatz, um keine unbeabsichtigten Zugriffspfade zu eröffnen. Deaktivieren Sie das WWAN-Modem vollständig, wenn keine Mobilfunkverbindung benötigt wird, um die Angriffsfläche zu reduzieren.