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IP-Routing

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Die Seite IP-Routing ermöglicht die Definition statischer Routen, die den Datenverkehr zu bestimmten Zielnetzwerken über festgelegte Gateways oder Netzwerkschnittstellen leiten. Statische Routen werden benötigt, wenn der Standard-Gateway allein nicht ausreicht, um alle Zielnetzwerke zu erreichen -- beispielsweise wenn mehrere Subnetze hinter verschiedenen Routern auf der LAN-Seite angebunden sind oder wenn der Verkehr zu einem bestimmten Netzwerk über eine VPN-Tunnel-Schnittstelle geleitet werden muss. Die Seite bietet zudem eine Übersicht der dynamisch gelernten Routen sowie den aktuellen Zustand der Kernel-Routing-Tabelle. Die hier konfigurierten Routen arbeiten zusammen mit der auf der Seite IP-Konfiguration definierten Netzwerktopologie und werden vom Paketfilter bei der Wegewahl für weitergeleiteten Datenverkehr berücksichtigt. Änderungen werden nach Klick auf Anwenden sofort wirksam, müssen aber über die Seite Speichern dauerhaft gesichert werden, um einen Neustart zu überdauern.

IP-Routing

Voraussetzungen

  • Das Gerät muss im IP-Router-Modus betrieben werden. Statische Routen sind im Transparent-Bridge-Modus nicht anwendbar. Den Betriebsmodus konfigurieren Sie auf der Seite IP-Konfiguration.
  • Die Gateway-IP-Adresse jeder Route muss über eine der konfigurierten Schnittstellen des Geräts erreichbar sein, es sei denn, es wird eine Device-Route verwendet.
  • Wenn Routen über Big-LinX an entfernte VPN-Clients weitergegeben werden sollen, muss die Big-LinX-VPN-Verbindung konfiguriert und aktiv sein.

Einstellungen

Statisch

Die Registerkarte Statisch enthält eine Tabelle mit benutzerdefinierten statischen Routing-Einträgen. Jede Zeile entspricht einer Route. Über die Schaltfläche + können neue Einträge hinzugefügt werden.

Aktiv
Aktiviert oder deaktiviert diesen statischen Routing-Eintrag. Deaktivierte Einträge verbleiben in der Konfiguration, werden aber nicht in die Routing-Tabelle übernommen.
Zielnetz
Die Netzwerkadresse des Zielnetzwerks, z. B. 192.168.0.0. Dies ist das Netzwerk, das über diese Route erreicht werden soll.
Präfix
Die Netzwerkmaske des Zielnetzwerks in CIDR-Notation, z. B. 8, 16, 24 oder 32. Geben Sie die Präfixlänge als Zahl ohne führenden Schrägstrich ein.
Gateway
Die IP-Adresse des Gateways für diesen Eintrag. Der gesamte Verkehr zum angegebenen Zielnetz wird an dieses Gateway weitergeleitet. Für eine Device-Route (bei der der Verkehr direkt über eine bestimmte Schnittstelle ohne Next-Hop-Gateway gesendet wird) kann die IP 0.0.0.0 verwendet werden.
Schnittstelle
Die Netzwerkschnittstelle für diesen Eintrag. Die Auswahl * wird für Standard-Routen mit gültiger Gateway-IP-Adresse empfohlen. Die Auswahl einer spezifischen Schnittstelle (z. B. WAN oder LAN) kann für eine Device-Route mit der IP 0.0.0.0 als Gateway verwendet werden.
Metrik
Die Routing-Metrik für diesen Eintrag. Zulässige Werte sind 0 bis 100. Eine niedrigere Metrik gibt der Route eine höhere Priorität, wenn mehrere Routen zum selben Ziel existieren. Dieses Feld wird normalerweise im Zusammenhang mit dynamischem Routing verwendet. Das Feld ist optional und kann leer gelassen werden.
An Big-LinX senden
Bei Aktivierung wird diese Route an Big-LinX und die verbundenen VPN-Clients übertragen. Dies ermöglicht es entfernten Clients, das Zielnetz hinter diesem Gerät zu erreichen. Beachten Sie, dass ggf. auch die Routing-Tabellen der Geräte im angegebenen Subnetz angepasst werden müssen, damit der Rückverkehr korrekt geroutet wird.

Dynamisch

Die Registerkarte Dynamisch zeigt Routen an, die dynamisch gelernt wurden, beispielsweise durch VPN-Verbindungen oder DHCP. Diese Einträge sind schreibgeschützt und können nicht direkt bearbeitet werden.

Status

Die Registerkarte Status zeigt die aktuelle Kernel-Routing-Tabelle und bietet eine vollständige Übersicht aller aktiven Routen, einschließlich statischer und dynamischer Einträge. Diese Ansicht ist hilfreich zur Überprüfung, ob konfigurierte Routen korrekt angewendet werden, und zur Diagnose von Routing-Problemen.

ACHTUNG

Bei der Definition von Device-Routen mit Gateway 0.0.0.0 muss sichergestellt werden, dass die ausgewählte Schnittstelle korrekt ist. Fehlkonfigurierte Device-Routen können dazu führen, dass Datenverkehr über die falsche Schnittstelle gesendet wird, was Firewall-Regeln umgehen oder die Netzwerkverbindung stören kann.

Sicherheit

Beschränken Sie statische Routen auf das für Ihre Netzwerktopologie notwendige Minimum. Jede zusätzliche Route kann potenziell einen unbeabsichtigten Pfad zwischen Netzwerksegmenten schaffen. Wenn Sie die Option An Big-LinX senden verwenden, überprüfen Sie, dass die weitergegebenen Routen keine internen Subnetze gegenüber nicht autorisierten entfernten VPN-Clients offenlegen. Überprüfen Sie statische Routen regelmäßig im Rahmen Ihrer IEC 62443-Sicherheitswartungsverfahren.